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Cherubini Requiem

Am 17. Oktober 2026 wird der Konzertchor Cantus Vivus Bergstraße in der St.-Laurentius-Kirche Weinheim gemeinsam mit dem Orchester der Kurpfalzphilharmonie Heidelberg zwei eindrucksvolle Werke geistlicher Chormusik zur Aufführung bringen.

Im Zentrum des Abends steht Luigi Cherubinis „Requiem c-Moll“ für Chor und Orchester – ein Werk von großer Ausdruckskraft und dramatischer Tiefe. 1816 entstanden, verbindet es klassische Klarheit mit einer romantischen und emotional dichten Klangsprache. Cherubini (1760-1842) verzichtet auf solistische Effekte und stellt ganz den Chor in den Mittelpunkt: Statt virtuos-konzertanter Außenwirkung setzt Cherubini auf textgeprägte Verinnerlichung. So entsteht eine eindringliche, oft erschütternde, zugleich würdevoll getragene musikalische Auseinandersetzung mit Tod, Trauer und Hoffnung. Cherubinis c-Moll-Requiem wird zu den bedeutendsten Requiem-Vertonungen der Musikgeschichte gezählt – neben den entsprechenden Werken von Mozart, Verdi, Brahms, Berlioz und Fauré.

Jean-Auguste-Dominique Ingres, Public domain, via Wikimedia Commons
Peteris Vasks, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons

Dem Requiem voranstellen werden wir Pēteris Vasks’ „Dona nobis pacem“ für Chor und Streicher: In schwebenden tonalen Klangflächen und meditativer Ruhe entfaltet sich im Zusammenspiel von Chor- und Streicherstimmen eine gewaltige, ergreifende Bitte um Frieden – zeitlos und von großer innerer Intensität. Der lettische Komponist Pēteris Vasks (geb. 1946) schrieb das Werk 1996 unter dem Eindruck des Todes seines Vaters. Wir haben es bereits 2015 und 2016 aufgeführt.