Monteverdi – Marienvesper

Claudio Monteverdi nach Bernardo Strozzi [Public domain]
Claudio Monteverdi nach Bernardo Strozzi [Public domain]

Konzerttermine

  • Sonntag 1.12.2019 St. Laurentius Weinheim
  • Samstag 7.12.2019 St. Pankratius Dossenheim
  • Sonntag 8.12.2019 St. Peter Heppenheim, „Dom der Bergstraße“

Vorverkauf

Der Vorverkauf startete am 02. November 2019.
Karten zum Preis von 25 EUR (12 EUR ermäßigt) gibt es online oder bei folgenden Vorverkaufsstellen:

  • Weinheim: Buchhandlung Beltz, Musikhaus Metz
  • Dossenheim: Buchhandlung Worring
  • Schriesheim: Geschenkehäuschen „Opus“
  • Heppenheim: Buchhandlung May, Kunsthandlung Meinberg, Tourist Information
  • Mörlenbach: Pecher Optik
  • Rimbach: Lesezimmer
  • Fürth: WNOZ

Mitwirkende

  • Sopran: Viola Elges, Uta Löffler-Raqué
  • Tenor: Thorsten Gedak, Christoph Mahla, Martin Lehr
  • Bass: Matthias Dumm, Karl-Heinz Dumm
  • Konzertchor CantusVivus Bergstraße
  • Ensemble Musiche Varie
  • Farblichtregie: Benjamin Bogs
  • Leitung: Wolfram Schmidt

Konzertinformationen

Der italienische Komponist Claudio Monteverdi wurde 1567 in Cremona (Lombardei) geboren. Von 1590 an war Monteverdi am Hofe zu Mantua bei der dort seit dem 14. Jahrhundert herrschenden Adelsfamilie der Gonzaga beschäftigt, zunächst als Sänger und Viola-Spieler, seit 1601 auch als „maestro della musica“. Von 1613 bis zu seinem Tode 1643 wirkte er als Kapellmeister am Markusdom in Venedig.
Die großartige Marienvesper (1610, Spieldauer ca. anderthalb Stunden) ruht musikalisch auf vier Säulen: der Klassischen Vokalpolyphonie der Renaissance, dem neuen Generalbass-basierten Vokal- und Instrumentalstil des Frühbarock, dem Stil der „Venezianischen Mehrchörigkeit“ sowie nicht zuletzt der Jahrhunderte alten Tradition des Gregorianischen Chorals der Katholischen Kirche.
Für die Marienvesper ist die Gregorianik insofern von großer Bedeutung, da Monteverdi die meisten Einzelsätze des Gesamtwerks auf der Basis von Choralmelodien, sogenannten „Cantus firmi“, entwickelte, die er dann äußerst kunstvoll immer wieder in die Komposition einwebte.
Auch das venezianische Konzept der „Raumkunst“ ist in der Marienvesper sehr präsent. „Die verschiedenen Gruppen sollten durch die mannigfaltigsten Kombinationen von Chören und Solosängern mit Instrumenten eine bis dahin nie gehörte Farbigkeit in die Raummusik bringen.“ (N. Harnoncourt) Diese effektvolle Abwechslung der (Klang-)Farben wollen wir in unseren Konzerten zusätzlich durch eine ausgeklügelte Licht- und Farbgestaltung mithilfe moderner LED-Leuchttechnik unterstreichen.

Der spanische Regisseur Calixto Bieito, der das Werk gerade auf der Opernbühne des Nationaltheaters Mannheim inszeniert hat, ist der Meinung, um Religion gehe es in dem Werk gar nicht, sondern um die Macht der Frauen: „Für mich ist die Marienvesper wie ein Gedicht, eine Feier über das Leben, die Geburt, das Menschwerden, die Weiblichkeit.“ Im Zentrum stehe die Idee des Gebärens: „Das ist die Zukunft. Neues Leben zu schaffen, ist das Machtvollste, was es geben kann.“ (Mannheimer Morgen, 14.12.2018)
Unbestritten gehört die Marienvesper jedenfalls zu den monumentalen Gipfelwerken sakraler Chormusik des Abendlandes.

Die Besetzung des Werks umfasst: Solostimmen, Kammerchor, großen Chor sowie ein Orchester aus Zinken (Cornetti), Posaunen, Flöten, Violinen, Viola da braccio, Gamben / Violoncello, Kontrabass, Orgel, Cembalo, Laute und Chitarrone.
Das Ensemble „Musiche Varie“ (Leitung: Martin Lubenow), das uns bei unseren Konzerten begleiten wird, ist ein in dieser Musik sehr versiertes Spezialensemble.